Kompressionsstrumpfhose

Frau trägt eine Kompressionsstrumpfhose
Auch eine Kompressionsstrumpfhose kann gut aussehen
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Was ist eine Kompressionsstrumpfhose?

Eine Kompressionsstrumpfhose kann eine Alternative zu Kompressionsstrümpfen sein. Denn genau wie die Kompressionsstrümpfe werden sie in erster Linie eingesetzt, um die unterschiedlichsten Venenerkrankungen (z.B. Krampfadern) zu behandeln bzw. vorzubeugen (Kompressionstherapie). Sie werden zudem auch zur Behandlung von Lymphödemen eingesetzt.

Im Unterschied zum Einsatz von Strümpfen wird hier die Kompressionsbehandlung durch eine Strumpfhose gewährleistet.

Empfehlung für Kompressionsstrumpfhosen

Kompressionsstrumpfhosen 01

Symbolbild

Bei der Auswahl einer Kompressionsstrumpfhose sind medizinische Qualität, die passende Kompressionsklasse sowie eine korrekte Größenwahl entscheidend. Spezialisierte Fachhändler bieten hier in der Regel eine deutlich bessere Orientierung als allgemeine Versandhäuser.

Was spricht für Kompressionsstrumpfhosen?

Kompressionsstrumpfhosen sind eine alternative zu Kompressionsstrümpfen
Kompressionsstrumpfhosen sind eine alternative zu Kompressionsstrümpfen Foto: @ ecoten, Depositphotos.com

Bei Kniestrümpfen oder Socken haben einige Menschen Probleme mit deren Sitz bzw. der Passform. Manchmal werfen sie Falten, verdrehen sich oder rutschen, sodass zusätzlich Strumpfhalter benötigt werden.

Speziell in solchen Fällen werden Strumpfhosen sehr oft den Strümpfen vorgezogen.

Generell gibt es Menschen, die sich mit den Strumpfhosen einfach wohler fühlen als mit den Socken bzw. Kniestrümpfen und den Tragekomfort schätzen.

Was spricht gegen eine

Kompressions-Strumpfhose?

Es gibt aber auch Gründe, die gegen Strumpfhosen sprechen. Manche Frauen berichten, dass sie schwerer anzuziehen seien als Strümpfe.

Teilweise wird auch das runter- und hochziehen bzw. das an- und ausziehen der Hose bei Toilettenbesuchen als lästig empfunden.

Manchen Nutzerinnen ist eine Strumpfhose, besonders im Sommer, auch zu warm.

Die Wahl ist eine individuelle Entscheidung

Letztendlich ist die Wahl zwischen Strumpfhosen oder Strümpfen eine Sache der persönlichen Präferenz.

In der Regel wird eine Kompressionsstrumpfhose* von einem Arzt oder Ärztin auf Rezept verschrieben (hierbei muss ein Eigenanteil selbst bezahlt werden).

Wer sich nicht ärztlich beraten möchte, hat auch die Möglichkeit Kompressionstrumpfhosen oder Stützstrumpfhosen ohne Rezept zu erwerben.

Beide Sorten können in Apotheken, Sanitätshäusern oder aber auch im Internet erworben werden.

Kompressionsstrumpfhosen werden je nach Druckstärke in vier Kompressionsklassen eingeteilt.

👉 Für den Alltag und für viele Betroffene ohne ärztliches Rezept kommen in der Praxis vor allem die Kompressionsklassen 1 und 2 infrage.
Die höheren Klassen sind speziellen medizinischen Situationen vorbehalten.

Kompressionsklassen im Überblick

KompressionsklasseKompressionsdruck (mmHg)Kompression (kPa)
Klasse 1 (leicht)18–212,4–2,8
Klasse 2 (mittel)23–323,1–4,3
Klasse 3 (kräftig)34–464,5–6,1
Klasse 4 (stark)über 49mind. 6,5

Welche Kompressionsklasse ist bei einer Kompressionsstrumpfhose sinnvoll?

Für die meisten Patientinnen, die ohne Arztbesuch eine Kompressionsstrumpfhose erwerben möchten, kommen in der Praxis vor allem Strumpfhosen der Kompressionsklassen 1 und 2 infrage. Eine schwache Kompression kann auch durch eine Stützstrumpfhose erreicht werden.

Hosen der Kompressionsklasse 3 und insbesondere der Klasse 4 sind in erster Linie für Menschen geeignet, bei denen die Venenerkrankungen bereits stärker ausgeprägt sind. In diesen Fällen ist eine vorherige Untersuchung durch einen Arzt auf jeden Fall erforderlich.

Kompressionsstrumpfhose Klasse 1 – für Alltag und leichte Beschwerden

Kompressionsstrumpfhosen der Klasse 1 üben einen leichten, gleichmäßig verteilten Druck auf die Beine aus. Sie werden häufig eingesetzt bei:

  • müden oder schweren Beinen
  • leichten Schwellungen
  • langem Sitzen oder Stehen
  • zur Vorbeugung von Venenproblemen

Der Kompressionsdruck liegt bei etwa 18–21 mmHg.
Diese Kompressionsklasse eignet sich gut für den Alltag und den Einstieg in die Kompressionstherapie.

👉 Angebote zu Kompressionsstrumpfhosen der Klasse 1

Angebote zu Kompressionsstrumpfhosen der Klasse 1

Kompressionsstrumpfhosen der Klasse 1 eignen sich vor allem für den Alltag und bei leichten Beschwerden. Sie werden häufig bei müden oder schweren Beinen, leichten Schwellungen sowie bei langem Sitzen oder Stehen eingesetzt.

Kompressionsstrumpfhose Klasse 2 – bei mittleren Beschwerden

Kompressionsstrumpfhosen der Klasse 2 besitzen einen stärkeren medizinischen Druckverlauf. Sie kommen unter anderem zum Einsatz bei:

  • ausgeprägteren Venenerkrankungen
  • stärkeren Schwellungen
  • Krampfadern
  • nach ärztlicher Empfehlung oder Verordnung

Der Kompressionsdruck beträgt etwa 23–32 mmHg.
Diese Kompressionsklasse wird häufig verordnet, kann je nach Situation aber auch ohne Rezept erworben werden.

👉 Angebote zu Kompressionsstrumpfhosen der Klasse 2

Angebote zu Kompressionsstrumpfhosen der Klasse 2

Kompressionsstrumpfhosen der Klasse 2 kommen bei mittleren Venenerkrankungen oder stärkeren Schwellungen zum Einsatz. Sie üben einen höheren medizinischen Druck aus als Strumpfhosen der Klasse 1 und werden häufig nach ärztlicher Empfehlung getragen.

Kompressionsstrumpfhosen kaufen – kurz erklärt

Eine Kompressionsstrumpfhose übt über einen definierten Kompressionsdruck Druck auf das Beingewebe und die Gefäße aus. Dabei werden zuvor erweiterte Venen zusammengedrückt.

Das ist wichtig, damit die Venen bei der Blutzirkulation wieder richtig arbeiten können und als eine Art Rückstauventil funktionieren. Das Blut kann so besser zum Herzen zurückgepumpt werden. Der Rückstau in den Beinen wird dadurch reduziert oder ganz verhindert.

 Kompressionsstrumpfhose - Foto: © blackday, Fotolia.com - auf www.kompressionsstruempfe-online.de
Foto: © blackday, Fotolia.com

Fragen rund um die Kompressionsstrumpfhose

Was bringt eine Kompressionsstrumpfhose?

Ähnlich wie Kompressionsstrümpfe helfen die Kompressionsstrumpfhosen bei diversen Venenleiden.

So werden die durch langes Stehen verursachten, “schweren Beinen” oder “müden Beinen” gelindert. Außerdem wird einer Thrombose der tiefen Beinvenen vorgebeugt, die vorzugsweise durch langes Sitzen (z. B. im Flugzeug), aber auch durch langes Liegen verursacht wird.

Im Handel werden verschiedene Marken angeboten. Es wird zudem unterschieden zwischen Modellen die im Alltag genutzt werden und im Handel ohne vorherigen Arztbesuch (geringere Kompression) erworben werden können und medizinischen Strumpfhosen mit hoher Kompression.

Letztere werden im Allgemeinen nur bei vorhandenen Venenleiden oder bei Neigung zu Thrombosen, vom Arzt verschrieben.

Wie muss eine Kompressionsstrumpfhose sitzen?

Da die Wirkung einer Kompressionstrumpfhose durch einen definierten Druckverlauf bestimmt wird, muss sie korrekt, sprich eng sitzen. Die Strumpfhose sollte wie eine zweite Haut am Körper liegen.

Außerdem sollte der Sitz immer wieder überprüft werden und die Hose bei einer Gewichtsänderung (Zunehmen, Abnehmen) gegebenenfalls ersetzt werden.

Kompressionsstrumpfhose wie lange tragen?

Um den optimalen Therapieerfolg bei einer Behandlung zu gewährleisten, müssen die Strumpfhosen täglich von morgens bis abends getragen werden.

Das gilt so lange, bis die Behandlung abgeschlossen ist. Bei manchen Krankheiten (z.B. bei chronisch erkrankten Menschen) tragen die Patienten ein Leben lang die Kompressionsstrümpfe oder Strumpfhosen.

Lediglich im Bett müssen sie ausgezogen werden. Die Haut kann sich dann regenerieren, was mit Pflegeprodukten (mehr zu den Produkten) noch unterstützt werden kann.

Werden die Strumpfhosen nur zur Prophylaxe einer Reisethrombose, z. B. bei einem Flug oder bei einer langen Busfahrt, gewünscht, kann die Hose natürlich nach Ende der Reise ausgezogen werden.

Was ist besser Kompressionsstrümpfe oder Kompressionsstrumpfhose?

Es gibt kein besser oder schlechter. Beide Varianten erfüllen ihren Zweck. Es ist lediglich ein Frage der persönlichen Präferenz.

Manche Frauen bevorzugen Hosen, weil sie insgesamt bequemer und komfortabel sein sollen.

Andere Frauen nehmen lieber Strümpfe, da sie die Strumpfhosen beim Gang zur Toilette als hinderlich empfinden.

Manchen Frauen sind die Strumpfhosen immer Sommer zu warm, andere haben überhaupt keine Probleme mit der Wärme.

Wann und wie Kompressionsstrumpfhosen waschen?

Zur Pflege sollten Kompressionsstrümpfe und -strumpfhosen täglich mit einem milden Waschmittel gewaschen werden, damit das Material lange hält. Empfehlenswert ist die Handwäsche, das hilft dabei, das Gewebe zu schonen. (Dazu auch der Artikel: Stützstrümpfe und Kompressionsstrümpfe waschen)

Wo kann man Kompressionsstrumpfhose kaufen?

Angeboten werden Kompressionstrumpfhosen im medizinischen Fachhandel wie Apotheken, Rehahäusern oder im Sanitätshaus. Aber auch im Internet können sie bestellt werden. Beispielsweise können Kompressionsstrumpfhosen online bei Amazon* oder im Careshop*view?promoId=244034&slotId=80584&subId=kompression gekauft werden.

Kompressionsstrumpfhosen online beziehen
Nach ausreichender Information lassen sich Kompressionsstrumpfhosen bequem online bestellen. Für den allgemeinen Alltag und leichtere bis mittlere Beschwerden kommen insbesondere Modelle der Kompressionsklasse 1 und 2 infrage.

Wie teuer ist eine Kompressionsstrumpfhose?

Einfache Stützstrumpfhosen ohne definierte Kompressionsklasse sind bereits für wenige Euro erhältlich und werden häufig im Mode- oder Alltagsbereich angeboten. Sie eignen sich vor allem für leichte Belastungen, längeres Sitzen oder Reisen, ersetzen jedoch keine medizinische Kompression.

Medizinische Kompressionsstrumpfhosen hingegen, wie sie im Fachhandel angeboten werden, verfügen über eine klar definierte Kompressionsklasse sowie eine deutlich höhere Material- und Verarbeitungsqualität. Solche Modelle beginnen in der Regel bei etwa 30 Euro. Abhängig von Kompressionsklasse, Material, Hersteller und Ausstattung können die Preise über 100 Euro hinausgehen und bis etwa 130 Euro oder mehr betragen.

Wer eine medizinische Indikation hat, kann Kompressionsstrumpfhosen häufig auch über ein ärztliches Rezept erhalten. In diesem Fall übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen in der Regel den Großteil der Kosten. Versicherte zahlen meist lediglich die gesetzliche Zuzahlung, deren Höhe von Krankenkasse, Produkt und individueller Situation abhängt. Ob und in welchem Umfang die Kosten übernommen werden, sollte im Zweifel mit der behandelnden Ärztin bzw. dem behandelnden Arzt oder direkt mit der Krankenkasse geklärt werden.

(Preisangaben zur Orientierung, Stand 2026.)

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